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20. April 2017

Alle träumen vom Mariandl

Waltraut Haas ist immer noch strahlend schön

 

Dreißig Jahre ist es her, dass Waltraut Haas die Ehrenmedaille der Stadt Wien überreicht bekam. Im April 1987 wurde ihr diese Auszeichnung in einem feierlichen Akt verliehen. Im Internet heißt es dazu: „Die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien ist eine Auszeichnung der Stadt Wien, mit der Personen geehrt werden, die durch eine bedeutsame Tätigkeit auf kulturellem, wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Gebiet das Leben der Stadt und ihre Einrichtungen geprägt haben.“ Insofern hat keine diese Medaille mehr verdient als die 1927 geborene Schauspielerin und Sängerin. Auch Kolleginnen wie Marika Rökk, Paula Wessely oder der legendären Susi Nicoletti wurde diese Ehre zuteil!

Vielleicht lag es daran, dass Klein-Waltraut ihre Kindheit auf Schloss Schönbrunn verbrachte. Denn da betrieb ihre Mutter Stefanie ein Restaurant und ihre Tochter hatte den schönsten Spielplatz der Welt. Mit tausend Erinnerungen an Kaiserin Sisi und fantastische Geschichten aus der Habsburger-Zeit.

Nach einer Modistenlehre begann das Fräulein mit seiner Ausbildung zur Schauspielerin. Der filmische Durchbruch erfolgte 1947 in dem Wachauer Heimat lm „Der Hofrat Geiger“, in dem sie das junge Mariandl spielte. Die damals unbekannte Mimin hatte bei der Besetzung sogar Maria Schell aus dem Rennen geworfen! Für die Rolle erhielt sie 1.500 Schilling Gage.

1949 hatte Waltraut am Wiener Bürgertheater an der Seite des damals noch unbekannten Peter Alexander ihre ersten Bühnenauftritte. Waltraut Haas wurde eine gefeierte Schauspielerin und Sängerin, die vor allem in den 60er-Jahren in zahlreichen Operettenverfilmungen mitwirkte. Als resolute Wirtin Josepha Vogelhuber schaffte sie es 1960 über die Landesgrenzen hinaus zu großer Berühmtheit. Die Filmkomödie „Im weißen Rößl“ war ein echter Hit und avancierte trotz mäßiger Kritiken zum Kinoklassiker. Seit dieser Zeit verband Waltraut und ihren Kollegen Peter Alexander eine lebenslang anhaltende Freundschaft.

 

Waltraut Haas mit Peter Alexander in einer Szene aus „Saison in Salzburg“.

 

Nach Hollywood zog es die Wienerin nicht so sehr. Obwohl man sie immer mit Doris Day verglich. Aber um den dortigen Schönheitsidealen zu entsprechen, hätte sie sich das „Naserl“ verkleinern lassen müssen. Und das kam für die selbstbewusste „Hasi“ nicht in Frage.

 

Glückliche Zeiten: Waltraut mit ihrem Ehemann Erwin Strahl im Juni 1964.

 

2016 feierte Waltraut Haas ihr 70-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass nahm sie mit Kurt Elsasser das Duett „Dieses Glücksgefühl“ auf. Seit dem Tod ihres Mannes, des Schauspielers Erwin Strahl, 2011, lebt sie allein in ihrem Haus in Hietzing. Sohn Marcus (47) – ebenfalls Schauspieler und Intendant – besucht seine Mutter regelmäßig. Das „Mariandl“ ist jetzt eine feine ältere Dame. Aber wer ihr begegnet, spürt sofort: Eigentlich ist Waltraut Haas noch ein junges, lebenslustiges Madel!

 

TAGS: Waltraut Haas

 

 

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