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21. Juli 2017

Siera Madre: Die Hymne aller Wunderkerzen

Es ist immer noch DER Hit auf jeder Wiesn und in allen Schützenzelten dieser Welt: Wenn die ersten Töne von „Sierra Madre“ der Schürzenjäger erklingen, geht ein merklicher Ruck durch die Reihen des Publikums. Die Gesichter spiegeln mit einem Mal eine unbestimmte Sehnsucht wider, die Augen beginnen zu glänzen. Und ja, ­eines darf auf keinen Fall dabei fehlen: ein funktionstüchtiges Feuerzeug oder Wunderkerzen!

 

Gänsehautfeeling, wenn alle textsicher mitsingen, die kleine, flackernde Flamme in der Hand dabei nach oben gestreckt. „Wenn der Morgen kommt und die letzten Schatten vergeh’n, Schau’n die Menschen der Sierra hinauf zu den sonnigen Höhen, Schau’n hinauf, wo der weiße Kondor so einsam zieht, Wie ein Gruß an die Sonne erklingt ihr altes Lied. Sierra, Sierra Madre del Sur.“

 

 

Wie bei vielen Hits handelt es sich auch bei diesem Alpenhit um eine ­Coverversion. Denn „Sierra Madre“ wurde bereits 1970 zum Besten gegeben. Geschrieben und produziert hatte das Lied der Bremer Schlagersänger, Komponist und Produzent Wolfgang Rohloff († 2011), der als „Ronny“ vor allem in den 60er Jahren große Erfolge feierte. Seine „Sierra“-­Fassung wollten allerdings nur wenige hören. Das änderte sich 1987 schlagartig. Die Formation um die Tiroler Musiker ­Peter Steinlechner und Alfred Eberharter machte aus der Melodie über die „Mutter aller Gebirge“ in Mexiko eine Hymne der Alpen! Geschildert wird das harte, gottfürchtige Leben der Bergbauern – ob in Mexiko oder in der Wildschönau – was macht das schon für einen Unterschied aus? Ronny war seiner Zeit offenbar noch ein wenig voraus. Ende der 80er traf das Lied „­Sierra Madre“ allerdings voll den Zeitgeist und wurde kommerziell einer der größten Erfolge für die Band, die sich 2007 auflöste.

 

Im Sommer 2007 – vor 10 Jahren – gaben die Schürzenjäger in Finkenberg im Zillertal ihr Abschiedskonzert.

Das Lied führt seit einigen Jahren die GEMA-Liste der Aufführungen im Unterhaltungsbereich. Auf Wikipedia ist dazu außerdem zu lesen: „Das Lied ist ein wichtiger Beitrag zum beginnenden Alpenrock-Zweig des Austropop, des ersten als eigenständig österreichisch wahrgenommenen Musikgenres des 20. Jahrhunderts.“ Für die Fans ist „­Sierra Madre“ allerdings vor allem eines: die unverzichtbare Melodie auf jedem guten Fest!

 

 

TAGS: Schürzenjäger

 

 

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