STADLPOST

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25. Oktober 2017

Hubsi Trenkwalder über zehn fantastische Jahre „Hubsis Welt“

Er ist ein Urgestein der volkstümlichen Musik: Seit zehn Jahren moderiert Hubsi Trenkwalder (46) bei Gute Laune TV das Kultformat „Hubsis Welt“.

 

Ein wichtiger Beitrag zum Erhalt volkstümlicher Musik, zumal damit auch neuen Gesichtern eine Plattform geboten wird. Ab dem 25. Oktober feiert der Musiker mit den „Tiroler Wochen“ sein Fernseh-Jubiläum. Genau der richtige Anlass für Stadlpost, mit Hubsi über seinen Erfolg zu sprechen.

 

Stadlpost: Lieber Hubsi, man kann wohl sagen, Volksmusik und Du – das ist im Grunde eins. Träumst Du eigentlich auch in Melodien? Oder fallen Dir Lieder quasi manchmal über Nacht im Schlaf ein?
Hubsi: Mir fallen Songs bei jeder Gelegenheit ein, eigentlich die Besten während ich sportlich unterwegs bin, und einen ganz bestimmten Rhythmus in meinem Körper spüre und Adrenalin freisetze. Ich muss sie mir dann auch sofort notieren, sonst sind sie so schnell weg, wie sie gekommen sind.

 

Stadlpost: Zehn Jahre „Hubsis Welt“ bei Gute Laune TV – welche Momente, welche Orte, welche Menschen sind Dir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben und warum?
Hubsi: Es gab viele Highlights. Vor allem, wenn wir in meiner Heimat gedreht haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Interview mit Supertalent-Gewinner und Panflötenspieler Leo Rojas in Kroatien – das war sensationell, wir drehten an den Originalschauplätzen der Winnetoufilme! Ein unglaublich toller Interviewpartner ist auch Nik P., total geerdet und völlig aufrichtig, das entwaffnet dich als Moderator fast ein bisschen. Der „schwierigste“ Interviewpartner ist übrigens DJ Ötzi, mit dem mich eine tiefe Freundschaft verbindet. Wir können auch vor der Kamera kaum ernst bleiben, und die Interviews enden meistens in schallendem Gelächter (lacht)!

 

 

Stadlpost: Am 24. Oktober gibt es ja ein Tirol-Special zum TV-Jubiläum. Erzähl doch mal …
Hubsi: Zum zehnjährigen Jubiläum bin ich in Hintertux unterwegs gewesen. Im malerischen Klausnerhof durfte ich in familiärer Atmosphäre viele Tiroler Künstlerfreunde treffen wie die Zillertaler Haderlumpen, die Zellberg Buam, die Schürzenjäger, Marc Pircher und Hannah! Gemeinsames Musizieren stand genauso auf dem Programm wie ausführliche Gespräche! Und ein besonderes Highlight war das Interview, das unser Boss des TV-Senders Marko Tomazin mit mir als Gast gemacht hat. Eine Riesengaudi!

 

Stadlpost: Hast Du am Anfang geglaubt, dass sich dieses Format so lange halten würde und so eine große, treue Fangemeinde gewinnen würde?
Hubsi: Niemals! Ich bin eigentlich immer skeptisch, das ist leider eine meiner Schwächen. Ehrlich gesagt, sehe ich mich selbst sehr kritisch. Aber ich habe von vielen Sehern und Fans, und natürlich auch von Künstlerkollegen Komplimente bekommen, dass ich mich als Moderator ganz gut mache.

 

Stadlpost: Welche Reaktionen bekommst Du immer wieder von Deinen Fans? Welche haben Dich berührt? Und kannst Du Zuschauerwünsche auch in Deiner Sendung berücksichtigen?
Hubsi: In Las Vegas ist einmal eine Dame aus der Schweiz auf mich zugekommen, und meinte, sie gehe sehr oft mit mir zu Bett. Das hat meine Freundin zuerst gar nicht witzig gefunden, bis sich herausstellte, dass sie die „Hubsis Welt“- Wiederholung um 11 Uhr abends meinte. Ich bekomme oft Feedback und Vorschläge, Musikwünsche und Ähnliches. Ich gebe diese immer an die Redaktion weiter. Die machen einen tollen Job, und ich bin der Meinung, als Moderator sollte man sich aus der Besetzung raushalten.

 

 

Stadlpost: Du moderierst, bist mit deinen Trenkwaldern unterwegs, produzierst neue Alben, hast einen eigenen Musikverlag, arbeitest als Journalist, und damit’s nicht fad wird, managst Du auch noch den Tiroler Tourismusverband „Mieminger Plateau und Fernpass-Seen“ – wo nimmst Du denn die Energie für das alles her?
Hubsi: Den Tourismusmanager musste ich schon vor einigen Jahren an den Nagel hängen, weil es einfach zeitlich nicht mehr zu schaffen war. Meine Kraft kriege ich von meiner Familie und natürlich ganz besonders von meiner Heimat. Dass in meinem Kopf immer Ideen herumgeistern ist wie ein Geschenk für mich!

 

Stadlpost: Du bist ja auch passionierter Bergsteiger. Wo kletterst Du am liebsten? Was fühlst Du da oben auf dem Gipfel?
Hubsi: Klettern würde ich es nicht nennen, ich mach gerne Höhenmeter. Ich habe direkt vor meiner Haustüre die „Mieminger Kette“. Da gibt es leicht erreichbare Almhütten wie das Alplhaus auf 1500 Metern, oder eben 3000er, die einem alles abverlangen. Ich versuche aber auch, nie ein Risiko einzugehen, mein Leben ist spannend genug.

 

Stadlpost: Du bist waschechter Tiroler. Wie lange hältst Du es ohne Deine Berge aus?
Hubsi: Ich war bisher einmal in meinem Leben sechs Wochen am Stück weg von Zuhause!
Heimzukommen tut mir gut, und ich habe auch auf Tour die Heimat im Herzen. Aber ich glaube, ein Jahr in den USA würde ich nicht aushalten.

 

Stadlpost: Hansi Hinterseer hat uns einmal erzählt, er musste Weihnachten berufsbedingt in Miami verbringen, und als er hörte, dass es daheim zum Fest Schnee gegeben hat, wäre er vor Heimweh am liebsten abgereist. Wie wäre es Dir in dieser Situation gegangen?
Hubsi: Weihnachten ist für mich das „Höchste“ aller Familienfeste!
Ab 23. Dezember gehört die Zeit nur meiner Familie, da könnten sie mir in Miami gestohlen bleiben!

 

Stadlpost: Vervollständige doch bitte den Satz: Heimat, des is für mi …
Hubsi: … viel mehr als nur ein Ort. Es ist ein Gefühl der Vertrautheit, des sich nicht erklären müssens. Mein Heimatgefühl ist für eine der wesentlichsten Triebfedern.

 

Hier nochmal alle Termine der „Tiroler Wochen“ bei Hubsis Welt zum 10-jährigen TV-Jubiläum von Hubsi Trenkwalder  im Überblick:

Zellberg Buam, Mittwoch, 25.10.
Schürzenjäger, Freitag, 27.10.
Zillertaler Haderlumpen, Montag, 30.10.
Hannah, Montag, 6.11.
Die Grubertaler, Donnerstag, 9.11.
Marc Pircher, Samstag, 11.11.
Die Jungen Zillertaler, Mittwoch, 15.11.

Jeweils 17:00 Uhr auf Gute Laune TV.

 

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